Selektiver Protektionismus

by Martin on July 27, 2007

Seit Jahrzehnten versucht die EU, den Handel einfach und unkompliziert zu machen und unnötige Barrieren einzureißen. Dabei bildet auch die Luftfahrt keine Ausnahme. So hat man vor garnicht allzu langer Zeit endlich ein OpenSky-Abkommen mit den USA beschließen können, welches europäischen und amerikanischen Airlines das Agieren in den betroffenen Märkten stark vereinfachen soll. Ziel ist natürlich, den Wettbewerb zu stärken und somit den Kunden günstigere Konditionen zu bescheren.

Allerdings gilt dieser noble Wille allem Anschein nach nicht für alle Marktteilnehmer. So will man jetzt der arabischen Fluglinie Emirates keine weiteren Landerechte für Deutschland gewähren. Der Grund: Man will die Lufthansa vor ausländischer Konkurrenz schützen. Dass damit das Angebot für den Kunden erweitert würde interessiert dort plötzlich keinen mehr. Und der Grundsatz der freien Marktwirtschaft sowieso nicht.

Der gesamte Vorgang erscheint mir insbesondere in Hinsicht darauf unnötig, dass die Lufthansa soeben einen Halbjahresgewinn von einer Milliarde Euro ausweisen konnte. Meines Erachtens sollte die Lufthansa aus eigener Kraft in der Lage sein, mit der "Bedrohung" aus dem Nahen Osten fertig zu werden. Wenn sie es nicht kann, so hat sie nach den von der EU üblicherweise durchgesetzen Regeln sowieso nicht verdient, weiter zu opererieren. Aber wie gesagt, in meinen Augen besteht diesbezüglich kein Grund zur Sorge :)

Leave your comment

Required.

Required. Not published.

If you have one.