Apple Marketing…genial oder was?
Gestern noch hat Apple eine Überarbeitung ihrer iPod-Produktgruppe bekannt gegeben und dabei in einem Aufwasch auch gleich die iPhone-Preise um 200$, also über 30% gesenkt. Der Protest der Käufer, die sich in langen Schlangen vor den Apple-Stores eingereiht haben um zu den ersten Besitzern zu gehören, war natürlich vorprogrammiert. Und keiner kann mir erzählen, dass man diese Tatsache bei Apple nicht ebenfalls vorhergesehen hätte.
Nur wenige Stunden nach der Schockmeldung profiliert sich Steve Jobs als der Samariter schlechthin und präsentiert 1.) eine Entschuldigung, also etwas was man von hochrangigen Managern an sich nicht gewohnt ist, und 2.) einen Gutschein für alle Käufer der ersten Stunde über 100$, der natürlich nur zum Kauf von Apple-Produkten verwendet werden darf.
Rechnen wir das ganze mal durch: Das iPhone wurde anfangs für knapp 600$ verkauft. Jetzt kostet es nurnoch 400$. Da man davon ausgehen kann, dass Apple damit immernoch einen Gewinn macht, waren die 200$ die bisher mehr verlangt wurden einfach reiner Gewinn für Apple. Nun "verschenkt" Jobs an die betroffenen Kunden einen 100$-Gutschein, den sie vorher natürlich selbst (doppelt) bezahlt haben. Mit diesem Gutschein ziehen die Jünger nun los und kaufen ein weiteres Apple-Produkt. Da sie ein iPhone haben und daher an sich auch keinen iPod mehr brauchen besteht die Chance, dass sie den Gutschein entweder verfallen lassen oder sich ein hochpreisiges Produkt aus dem Apple-Sortiment zulegen, dass naturgemäß vergleichsweise hohe Margen für Apple aufweisen kann. Im Endeffekt wird man mit dieser Aktion also vermutlich noch mehr Umsatz generieren als man so schon hatte. Ich würde sagen: Die Marketing-Leute bei Apple verstehen ihr Geschäft
