Von Notebooks, Apple und Monopolen

Eine Dozentin hier in Hong Kong meinte letztlich zu uns: In einer
freien Marktwirtschaft sollte der Staat Monopole verhindern und
natürliche Monopole kontrollieren. Klingt einleuchtend. Und daher wird
das in Europa und anderen marktwirtschaftlich orienierten Regionen der
Erde auch meistens so gehandhabt, vor allem wenn es um böse
Stromkonzerne geht. Bei staatlichen Ölriesen oder Bahngesellschaften
nimmt man es aber schon nicht mehr so genau und bei Betriebssystemen
scheint man es gänzlich vergessen zu haben. Die Rede ist natürlich von
Windows, welches mehr oder weniger ungeschoren einen Marktanteil von
90% auf Desktopsystemen hat. Mal von ideologischen Motiven abgesehen
war mir das bisher reichlich egal. Ich bin ehrlich gesagt mit meinem
Windows XP sehr zufrieden und wenn mir an einem trüben Nachmittag
nichts besseres einfällt, greife ich aus reinem Spieltrieb auch mal zu
Linux. Also wieso rege ich mich eigentlich auf?

Das Problem ist
etwas komplexer: Aufmerksame Leser dieses Blogs werden mitbekommen
haben, dass sich meine Begeisterung für mein Notebook in Grenzen hält.
Dies liegt insbesondere daran, dass ich mich vor der Entscheidung für
das Modell nicht tiefergehend darüber informiert habe, was es am Markt
überhaupt gibt und was ich eigentlich brauche. Kurz, ich hatte von
Notebooks noch weniger Ahnung als von Desktops – nämlich keine. Jetzt
sitze ich schwitzend vor meiner Kochplatte mit eingebautem Rechner. Und
während der Lüfter konstant und nervig laut versucht, die überschüssige
Wärme abzutransportieren, mache ich mir Gedanken, wie ich bei meinem
nächsten Rechnerkauf entscheiden würde.

Denn eigentlich sieht die
Sache so aus, dass ich keinen Grafikboliden brauche. 95% meiner Zeit am
Rechner verbringe ich arbeitend, also hauptsächlich programmierend. Ein
schneller Prozessor und etwas mehr RAM als üblich sind da hilfreich,
einen leistungsfähigen Grafikchip braucht es aber eigentlich nicht, vor
allem wenn man an die dadurch massiv reduzierte Akkulaufzeit denkt.
Auch würde es ein kleineres Notebook tun, denn das aktuelle, über 3
Kilogramm schwere Gerät ist alles, nur nicht mobil. Will man stationär
arbeiten, kann man sich immernoch einen externen Bildschirm
anschließen. Alles schön und gut, aber dummerweise verbringe ich 5%
meiner Zeit eben nicht mit Arbeiten, sondern mit Spielen.

Will
man spielen, braucht man Grafik…und Windows. Ich hatte mir schon
länger vorgenommen, dass ich bei meinem nächsten Rechnerwechsel einmal
grundsätzlich darüber nachdenken will, ob es nicht auch ein anderes
Betriebssystem als Windows sein kann, insbesondere wenn ich mir die
Preisliste von Vista anschaue. Erster Gedanke ist dabei natürlich
Linux. Grundsätzlich bietet es alles, was man von einem Betriebssystem
verlangt und obendrauf ist das System selbst und praktisch alle
Software umsonst. Ich habe bereits einmal ein 3/4 Jahr fast
aussschließlich auf Linux gearbeitet, wirklich warm wurde ich damit
aber nie. Zu hoch sind die Hürden wenn es um Kompatibilität mit
Hardware und anderen Systemen geht, die Oberfläche ist nicht
durchgängig, weil sich keiner an irgendwelche Standards hält, vieles
Scheitert an Kleinigkeiten. Für den normalsterblichen Anwender – wie
mich – ist es als Desktopsystem in meinen Augen also nicht geeignet.
Daneben existiert nur eine ernstzunehmende Alternative. OS X. Um es mal
umgangssprachlich auszudrücken: Es ist sexy! Immer mehr Menschen in
meinem Umfeld steigen um auf Apple, die meisten mit denen ich direkt
gesprochen habe zeigen sich überaus zufrieden damit. Ich muss zugeben,
dass ich dabei wohl zu denen gehöre, die zu einem beträchtlichen Teil
auf das Marketing von Apple reinfallen. Immerhin sind die
Hardwarepreise, milde ausgedrück, unverschämt. Allerdings erhält man
dafür auch ein unverwechselbares Stück Computer, welches irgendwie
seinen eigenen Charm hat und in meinem Fall ziemlich gut die
technischen Spezifikationen erfüllt, die zu meinem Nutzerprofil passen.

Kurze Zusammenfassung: 95% Arbeitszeit, in der ich mir ein
kleines, mobiles, leises und stabiles Notebook wünsche. Das
Betriebssystem spielt dabei an sich keine Rolle, denn Büro- und
Entwicklungsprogramme laufen unter allen namhaften Betriebssystemen.
Sehr interessant sieht hier Apples OS X aus, dessen schickes und
konsistentes Interface es mir sehr angetan hat. 5% der Zeit will ich
aber auch mit Spielen verbringen und wie oben bereits erwähnt kommt man
dabei nicht um Windows herum. Theoretisch könnte ich mir einfach ein
Notebook kaufen, welches technisch so ausgewogen ist, dass man darauf
in gewissen Maßen moderne 3D-Spiele spielen kann, das gleichzeitig aber
alle eben erwähnten Kriterien eines guten Arbeitstieres erfüllt. Ich
könnte mit einem Betriebssystem meiner Wahl arbeiten und zum Spielen
mal eben in Windows umbooten. Eine Windows-XP-Lizenz besitze ich ja eh
schon, also alles kein Problem…möchte man meinen. Pustekuchen. Zwar
laufen aktuelle Spiele noch problemlos mit XP, schon bald werden aber
mehr und mehr Titel nurnoch mit DirectX 10 funktionieren. Und da
Microsoft nicht blöd ist, gibt es dieses ausschließlich mit dem
XP-Nachfolger Vista. Die Folge: Wenn ich jetzt eine rationale
Kalkulation aufstellen würde, welche Kombination aus Hardware und OS
für mich am günstigsten wäre, dann wäre unweigerlich der Kauf eines
neuen Notebooks mit Vista das Ergebnis, denn das teure Betriebssystem
bräuchte ich in jedem Fall, wenn ich auch weiter alle Spiele spielen
will, egal welches andere Betriebssystem ich lieber verwenden würde.

Leider
kommt Microsoft mit dieser Taktik durch, und keiner tut etwas dagegen.
Wenn ich mir irgendwann nächstes Jahr evt. ein neues Gerät zum arbeiten
kaufe, dann werde ich eine Weile mit meinem XP auskommen. Aber
irgendwann kommt der Tag, an dem ich Vista kaufen muss. Nicht weil XP
die Aufgabe nicht erledigen könnte, sondern weil MS mir diktieren kann,
was ich damit darf und was nicht. Für die kleinste und eigentlich
unwichtigste Aufgabe meines Rechners muss ich Kosten im dreistelligen
Eurobereich tragen. Von diesem Geld finanziert Microsoft dann wohl seine
Juristentruppe die es vor Gericht immer wieder schafft, sich vor
Angriffen auf sein Monopol zu schützen. Super, und was mach ich jetzt?

PS: Sorry, eigentlich hätte dieser lange Text auch gut 2 Artikel füllen können…einen über meine Hardwareunentschlossenheit, einen über Microsofts Unwesen. Jetzt ist es eben einer geworden :)

EDIT: Ein paar Leser haben bemängelt, dass DirectX 10 technisch nicht ohne großen Aufwand auf XP portierbar ist, den Microsoft verständlicherweise nicht auf sich nehmen will. Das ändert nichts daran, dass auf Grund ihrer Monopolstellung Spiele fast aussschließlich für Windows entwickelt werden und sich MS diesen Schritt damit leisten kann.

8 Comments to “Von Notebooks, Apple und Monopolen”

  1. Nils Grimmel. 29 October 2007 at 18:05 #

    Hallo Martin, wo du gerade über Monopolstellungen redest würde ich doch gerne auch einmal meine Sicht der Dinge einwerfen. Ich denke Mark ist auch sehr froh, dass wir uns hier, und nicht in seiner Gegenwart “austauschen”. Also dann ;)

    –Monopolstellung–
    Microsoft wird es nicht erlaubt einen Virenscanner in das Betriebssystem zu integrieren, schließlich sehen sich dadurch andere Virenschutzprogrammhersteller in Gefahr. Gleichzeitig wird herumgemeckert, das Betriebssystem sei nicht sicher genug, wobei sogar feststeht, dass Vista in den ersten Monaten deutlich weniger kritische Sicherslücken aufgezeigt hat als andere Betriebssystem, mal so ganz am Rande angemerkt.
    Auch die Desktopsuche gerät unter scharfer Kritik (als wenn ich der Datenschleuder Google mit seiner Desktopsuche den freien Eintritt zu meinen Rechner überlassen würde…) und schließlich wird auch noch geklagt, dass ein Betriebssystem ein vorinstalliertes Abspielprogramm namens “Windows Media Player” enthält, woraufhin Microsoft gezwungen ist, in Europa das Betriebssystem als n-Variante in den Laden zu stellen, die keinen WMP mehr enthält. Sie war übrigens ein Ladenhüter….

    Doch wo liegt überhaupt das Problem beim Windows Media Player? Richtig es gibt keines, man kann ohne Probleme sein favorisiertes Abspielprogramm installieren, welches sich sogar ohne weiteres die Standard-Abspielrechte sichern darf.

    Schauen wir doch einmal bei Apple hinüber, mit seinem iPod der unbestreitbare Marktführer der mobilen Musikabspielgeräte. Hier wird man gezwungen ein spezielles Abspielprogramm zu installieren, iTunes nennt sich dieses ressourcenhungrige Ding, und als wenn das nicht schon genug wäre, kommt auch noch der Quicktime Player von Apple hinzu, der mitinstalliert werden muss, na sowas. Die Synchronisierung des iPods ist nur durch dieses Programm möglich (!), andere Programm werden ausgesperrt. Eventuell wäre ja vielleicht hier einmal eine EU-Klage angebracht. Es existieren einige inoffizielle Plugins für andere Abspielsoftware, so dass die Synchronisierung nicht auf iTunes beschränkt bleibt, doch die neueste iPod Generation wurde gerade mit einer neuen Technik ausgestattet um diese Plugins auszusperren, gibt es sowas? Ja bei Apple, da kommt Freude auf.

    Ich will nun hinzufügen, dass ich mir vor zwei Wochen einen iPod touch zugelegt habe. Warum wird sich sicherlich der ein oder andere Fragen? Weil ich für meine Bedürfnisse (Touchscreen & Flashspeicher) keine Alternative gefunden habe. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät, allerdings sind die Ohrkanalkopfhörer… äh ich meine natürlich die In-Ear Headphones (wie sie von Apple liebevoll auf Neudeutsch genannt werden) von Apple eine Qual, so dass diese gleich durch anständige Sennheiser ersetzt wurden, auch wenn ich dadurch tragischerweise auf den weißen Wiedererkennungswert der Kopfhörer verzichten muss…
    Liebend gerne würde ich bei meinem iPod nun selbst entscheiden, welche Software ich nun zum Synchronisieren meiner Daten verwenden darf, aber Apple genießt hier leider eine große Narrenfreiheit.

  2. Dumdi 29 October 2007 at 20:49 #

    Tjaaa …

    soviel zum Thema Sicherheit beim Apfel:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/98152

    Ist ja nicht so, dass der Apfel alles besser macht als das Fenster. Und auch der Pinguin hat seine Probleme.

    Letztendlich: egal für welches System man sich entscheidet muss man mit seinen Tücken leben.

    Und wegen der Monopolstellung:
    Sicherlich, MS hat ein Monopol. Aber . ob ich jetzt 140euro für ein Produkt von MS ausgeb oder für den Apfel – ist doch eigentlich egal. Kostet gleich viel.
    Linux. Ok. Gibts umsonst. Kann man zum Officen und Inet auf jeden Fall nehmen.

    Wer eben Spielen will muss für den Unterbau mehr Geld ausgeben. Und ein Vorteil der Monopolstellung hats ja auch:

    Müssten für 3 oder vier Systeme die Spiele portiert werden – würden sie teurer. Ganz einfach :)

  3. Nils Grimmel. 30 October 2007 at 03:34 #

    –Nachtrag bzgl. Monopolstellung–
    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass das zwingend für den iPod vorrausgesetzte “iTunes” auch einen (Saft-)Laden, sprich den “iTunes Store” mit sich bringt… Durch diese Tatsache sichert sich Apple nämlich gleich einmal die große Kundschaft für den Kauf entsprechender Musik aus ihrem eigenen Repertoire.
    Ohne diese zwingende Bindung des iPod an iTunes wäre diese Marktmacht von Apple bei der Musikbezugsquelle womöglich bei weitem nicht so ausgeartet wie es jetzt der Fall ist.

    Und weil Apple selbst durch den fürstlichen Preis ihrer Produkte noch nicht genug Geld zu verdienen scheint, hat man sich für das iPhone etwas ganz besonderes einfallen lassen. Das iPhone kann nämlich auf direktem Wege keine Klingeltöne aus MP3s übernehmen. Hierfür muss man nun wieder aus dem iTunes Store das Lied seiner Wahl auswählen und kann schließlich selbst bestimmen, an welcher Stelle des Liedes die 30 Sekunden für den Klingelton herausgeschnitten werden. Das dreiste an dieser Sache; selbst wenn man das komplette Lied schon brav und artig im iTunes Store käuflich erworben hat, darf man für diesen 30 Sek Schnipsel nocheinmal zahlen! Die “iTunization” schreitet fort, und ich denke, so langsam sollte dagegen was getan werden.

    In einer Monopolstellung darf man sich halt so einiges erlauben, wie z.B. das Weglassen einer MMS Funktion beim iPhone oder die bereits angesprochene Möglichkeit Lieder direkt als Klingelton auszuwählen, was heutzutage eigentlich jedes Handy kann, nur halt das iPhone halt nicht. “Warum denn auch, es ist ja so fortschrittlich und hat einen Touchscreen”, was andere Handys und Smartphones schon länger bieten. Aber auch das fortschrittliche (Tastatur-)Design bei den MacBooks im Stil eines japanischen Garten darf man mit großem Tamtam bewerben, auch wenn es eigentlich von Sony-Mitarbeitern entwickelt wurde. Ja selbst bei den sensationellen “Widgets” im MacOS, die einfach von den Gadgets der prerelease Windows Vista Version und anderen bereits existierenden Varianten abgeschaut wurden, und als Eigenkreation angepriesen werden (und bei vielen Menschen auch noch heute als “von Apple stammend” eingestuft werden), zieht man alle Register. Da wundert es auch nicht, dass Apple sich bei Vista von den Schattenkopien hat inspieren lassen (TimeMachine) oder sehr von der überall im Betriebssystem vorhandenen Desktopsuche (überarbeiteter Finder) angetan war. Bei Apple lässt man scheinbar keine Gelegenheit aus, die Käufer auf die eigene Seite zu ziehen. Da wird Microsoft als Monopolist breitgetreten (Betriebssystemsparte) und diese Tatsache gezielt zur Anlockung von Käufern genutzt, während man sich selbst auf der anderen Seite (mobile Musikabspielgeräte und Online-Musikbezugsquellens) noch viel schlimmer verhält. Das ist Apple.

  4. Martin 30 October 2007 at 03:56 #

    Man muss sich natürlich in diesem Zusammenhang auch klar machen, was “Monopol” bedeutet. Dass Apple sehr erfolgreich im Verkauf seines “iPod-iTunes-Paketes” ist, heißt noch lange nicht, dass sie ein Monopol haben. Es käme auch niemand die Idee bei Sony oder Nintendo von einem Monopol zu sprechen, weil man gezwungen ist für die Playstation Playstation-Spiele und für den Wii Wii-Spiele zu kaufen. Wenn von heute auf morgen der iPod uncool wird (man weiß ja wie Moden so sind), dann wars es das Ruck-Zuck mit dem großen Apple-Marktanteil. Es gibt hunderte Konkurrenten am Markt, die technisch gleichwertige Produkte mit mehr Freiheiten anbieten, die sich aber ganz offensichtlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht so gut verkaufen wie das Apple-Produkt. Ein Monopol ist es deshalb noch lange nicht.

    Entsprechend ähnlich Verhält es sich daher mit den “verbotenen Programmen”, die an Microsofts Monopolstellung natürlich herzlich wenig ändern. Nehmen wir als Beispiel den etwas älteren Fall des Browsers: Zu Zeiten als Browser von Drittanbietern noch Geld kosteten machte es schon einen Unterschied, ob 90% des Marktes intuitiv auf das blaue E geklickt hat und daher zunächst mal garnicht auf die Idee kam, sich Gedanken über eine Alternative zu machen. Man könnte argumentieren, dass sie ja zufrieden seien, immerhin haben sie ja genau das was sie brauchen. Andererseits wird es für Konkurrenten deutlich schwieriger, die User von den Vorteilen ihres eigenen Produkts (und die gab es damals reichlich) zu überzeugen, sie überhaupt erst zu erreichen. Bei einer Virensoftware verhält es sich genau gleich: Wenn Windows eine integrierte Antivirensoftware hätte, dann würde für alle anderen Anbieter auf dem Markt von heute auf Morgen 90% des Marktes wegbrechen. Dass sie durch die Bank Pleite gehen würden muss man eigentlich nicht extra erwähnen, dass MS danach auchnoch eine Vormachtstellung bei Antivirensoftware innehätte vielleicht schon.

    Apple und Microsoft agieren derzeit schlicht in völlig unterschiedlichen Dimensionen. Die Monopolvorwürfe an MS auf Apple zu übertragen halte ich für nicht haltbar, das sind zwei völlig andere Dinge.

  5. derHannes 30 October 2007 at 04:23 #

    Ich habe es doch gesagt. Aber mir hört ja keiner zu… wie so oft.

    “Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel, der Teufel verändert dich.”

    Und Steve Jobs ist nun einmal abgrundtief böse…

    [Und wir wollen mal nicht ausser aht lassen was Bill - so sehr wir ihn durch viele Systemabstürze hassen gelernt haben - für den Computermarkt getan hat. Ihm war schon sehr früh klar dass es um die Software geht, und wie heisst es so schön: "The early bird catches the worm." Das hat sogar Steve zugegeben...
    Mag sein dass Apple ein ganz gutes System bietet, aber auch die sind nicht vor schlechter Qualität gefeit und der Powermac meines Bruders hatte mehr als einen schweren Absturz hinter sich. Wenn du über dein Notebook weinst so sage ich immer: you get what you pay for. Kauf dir wie ich nen IBM oder hol dir nen Business HP da hast du auch nen Techniker der am nächsten Tag vor der Türe steht und es dir repariert. Wenn dir das zu viel Kohle ist oder du meinst nicht damit spielen zu können... tja das Leben ist voller Entscheidungen... ;) ]

    Wie dem auch sei – das ist ein Glaubenskrieg und die haben schon vor gut 1000 Jahren nur zu Unheil geführt. Deshalb trinke ich jetzt erstmal einen Kaffee auf Bills Wohl (auch wenn man nicht jeden seiner Spässe mitmachen muss) und freu mich auf die Klausur…

  6. Anonymous 30 October 2007 at 04:44 #

    Martin, du hast recht, wenn du sagst, dass man die Monopolstellung von Microsoft und Apple nicht vergleichen kannst, Apple spielt hier in einer höheren Liga.

    Während bei Microsoft zumindest alternative Programme installiert und genutzt werden _können_ ist man bei Apple mit seinem iPod komplett auf ein Programm _beschränkt_, hier entsteht erst garnicht die Möglichkeit “die Konkurrenten von den Vorteilen ihres eigenen Produktes zu überzeugen”. Während Microsoft bei den Browsern, Virenscannern, Desktopsuchen usw. die Möglichkeit einräumt ohne Probleme auf Alternativen zurückgreifen zu können, wird bei Apple der _simple Austausch_ (!) von Musikdateien nur über ein spezielles Programm ermöglicht, welches praktischerweise gleich die Musikeinkaufsplattform mitbringt. “Warum denn noch ein weiteres Programm nutzen, wenn ich es eh nicht zum Synchronisieren meiner Musik genutzt werden kann? Es funktioniert ja nur mit iTunes.” An der technischen Umsetzung kann es hier nicht liegen, da steht bei Apple rein markttechnisches Interesse im Hintergrund! Während eine von dir angesprochene DirectX 10 Implementierung in ein längst überholtes Betriebssystem wie Windows XP vorrangig ressourcentechnische Probleme hervorruft, denn erst zwei Jahre nachdem XP veröffentlich wurde, stand das Grundgerüst für DirectX 10. Das hätte bedeutet, dass man zeitgleich an zwei neuen Betriebssystemen hätte arbeiten müssen, denn um die DirectX 10 Standards zu implementieren wären weitreichende Veränderungen am Betriebssystem nötig, damit diese neuen Features überhaupt genutzt werden können.

    Die Monopolstellung von Apple mit ihrem iTunes Store reicht sogar so weit, dass sie die Preise selbst vorgegeben haben und sich Alternativanbieter daran orientieren mussten! Wenn du hier immer noch eine Monopolstellung leugnen willst, nun gut…
    Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass ca. jeder dritte MP3 Player ein Produkt aus den Reihen von Apple darstellt. Für viele zählt da einfach nur das Apple Logo, am besten noch leuchtend. Da sind die ganzen Konkurrenten in einer schlechten Position. Einzeln erreicht dort mit Sicherheit keiner einen akzeptablen Marktanteil in Bezug zu Apple’s iPod!

    Was hier nun die Konsolen zu suchen haben, verstehe ich beim besten Willen nicht. Diese Geräte werden direkt ohne Kompatibilität zueinander entwickelt und _eigenständig_ verkauft. Aus diesem Grund passen in eine Sony Playstation halt Playstation Spiele, in eine Nintendo Wii halt nur die Wii Spiele. Die Einschränkung liegt bei Konsolen in der Natur der Sache, konsolenübergreifende Standards gibt es hier praktisch nicht.

  7. Nils Grimmel. 30 October 2007 at 07:35 #

    ächz der Kommentar hier oben wurde von mir verfasst, bei der Vorschau hat der meinen Namen wohl rausgeschmissen :)

  8. F 30 October 2007 at 12:23 #

    Also, zu deine Wahl von einem neuen Laptop. Ich habe auch einen von Acer (Aspire 5610), kann ich nur empfehlen. Recht leise, leistungsstark und die “meisten” Spiele laufen perfekt. Zudem muss man wissen, das Mircrosoft schon 2009 ein neues Betriebssystem rausbringen will. Daher, einfach ein-zwei Jahre warten und dann erst ein neues kaufen. Außerdem plant Mircrosoft nach dem schlechten Start von Vista DirectX 10 auch für XP umzuschreiben.
    MfG
    F


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