Man gönnt sich ja sonst nichts

by Martin on June 27, 2009

Ich hatte mir seit Monaten vorgenommen, mich zum bestandenen Diplom einer ordentlichen Portion Autogratifikation hinzugeben. Genauer hatte ich in Planung, mir das LED Cinema Display von Apple als perfekte Ergänzung zu meinem Notebook des selben Herstellers zu schenken. In Anbetracht der Tatsache, dass ich erst im vergangenen Jahr einen neuen Monitor erworben hatte, bin ich aber von diesem Gedanken wieder abgerückt. Auch hätte ich das sperrige und nicht minder empfindliche Gerät dann später in diesem Jahr in eine neue Wohnung (wohin es geht steht noch nicht fest) transportieren müssen, was ich ebenfalls vermeiden wollte.

Mehr oder weniger spontan fiel dann bei einem nächtlichen Espresso in Down-Town-Oldenburg die Entscheidung: Eine Espresso-Maschine muss her. Eigentlich schon immer auf meinem persönlichen Wunschzettel, habe ich bisher nie den Bedarf für ein solches Gerät gesehen. Da meine Arbeitszimmer jetzt aber auch als mein Büro fungiert, wurde eine Kaffeemaschine zum unverzichtbaren Einrichtungsgegenstand. Nach kurzer Recherche im Testheft ging es heute zu Saturn.

Mit dem Namen "Krups" im Hinterkopf fiel die Entscheidung im Laden dann auf eine XN 7106 eben dieses Herstellers, also einen Pad-Automaten, welcher sich ausschließlich mit den Nespresso-Kapseln beschicken lässt. Ich war eigentlich immer gegen derartige Systeme, und insbesondere gegen derart geschlossene wie jenes von Nestlé (ganz abgesehen davon, dass das Unternehmen an sich höchst unsympathisch ist). Der Grund, weswegen ich mich letztendlich doch dafür entschieden habe, zeigt gewisse Parallelen zu meinem Apple-Kauf: Das Gerät überzeugte. Die Maschine ist sehr einfach zu reinigen, hat einen technisch sehr elegant ausgeführten Milchaufschäumer (keine dieser kaum sauberzukriegenden Wasserdampfdüsen) und sieht nicht zuletzt gut aus. Durch den im Mittelfeld rangierenden Beschaffungswiderstand war auch ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis gegeben.

Erste Tests ergaben: Allen Unkenrufen zum Trotz, Kapselkaffee schmecke nicht, war das Resultat qualitativ deutlich hochwertiger als das, was ich in den letzten Monaten in Restaurants und Cafes getrunken habe. Ebenfalls positiv anzumerken ist der (theoretisch) gute Wartungsservice. Sollte die Maschine einmal defekt sein, wird das Gerät abgeholt, ein Ersatzgerät gestellt und eine Reparatur innerhalb von 7 Tagen versprochen. Manko: Auf Grund der bereits oben erwähnten Geschlossenheit des Nespresso-Systems, lassen sich die Kapseln nur direkt vom Hersteller erwerben. Einen Vertrieb über den regulären Handel gibt es nicht, der Preis pro Kapsel ist vergleichsweise hoch. Bisher war die Qualität von Maschine und Kaffee aber sehr überzeugend…jetzt muss ich nur noch die 16 verschiedenen "Grand Crus" durchprobieren ;)

One comment

Eine gute Wahl, ich benutze eine ähnliches System bereits seit fast einem Jahr und es gitb keine besseren Espresso. Vor allem sind die Variationsmöglichkeiten klasse. Im übrigen bekommt man die Kapseln doch im freien Handel, jedenfalls hier in Berlin im KDW. Aber in Anbetracht des schnellen Lieferservice lohnt sich der Weg zu meiner Packstation schon eher ;-)

by azurlord on October 10, 2009 at 08:43 #