Star Trek 0

Ich bin soeben aus dem Kino zurückgekommen. Es lief der neue Star Trek. Dieser Eintrag wird deutlich kürzer als der zu den neuen Bonds…es gibt nicht viel zu sagen. Das Nokia-Product-Placement war zum lachen und zum heulen zugleich…aber das war nur eine Kleinigkeit. Der Rest des Films hat alle meine Erwartungen übertroffen. Die Anspielungen an vergangene Star Trek Filme und Serien waren zahlreich und authentisch, die Story spannend und ausgewogen, die Effekte und der grafische Stil perfekt. Ein Muss für alle Fans der Serie und alle, die es noch werden möchten!  

Startprobleme mit Excel für den Mac

Seit ich hauptsächlich auf einem Mac arbeite bin ich Nutzer von Office:mac 2008. Leider waren meine Erfahrungen mit diesem Softwarepaket bisher alles andere als positiv. An diversen Ecken krankt es an verschiedenen Bugs und es will sich auch nicht so rund in das Betriebssystem einpassen, wie das bei anderer Software für OS X der Fall ist. Ein Problem ging mir aber ganz besonders auf die Nerven: Nach nur wenigen Benutzungen von Excel weigerte sich dieses wehement, sich starten zu lassen. Egal ob man ein Dokument per Doppelklick öffnen das Program als solches öffnen wollte, man bekam nur Fragmente der Benutzeroberfläche zu sehen bevor es einfror oder sich mit einem Fehler komplett verabschiedete.

Um das Problem zu beheben versuchte ich diverse Tricks aus dem Internet, unter anderem das selektive Löschen von Arbeitsdateien oder die komplette Neuinstallation…nichts half. Bis ich dann vorgestern durch Zufall auf die Lösung gestoßen bin: Um besser arbeiten zu können habe ich bei großen Dateien Excel auf meinen deutlich größeren Zweitbildschirm gezogen und nach getaner Arbeit das Programm geschlossen. Da ich nur zuhause einen zweiten Monitor habe, startete Excel danach meistens auf dem primären Bildschirm des Notebooks…und stürzte ab. Erst als ich diese Woche wieder einmal den zusätzlichen Bildschirm angeschlossen und Excel gestartet habe, lief alles reibungslos. Verwirrt versuchte ich auszumachen, was jetzt anders sei als die Wochen zuvor, bis mir die Eingabeleiste von Excel auffiel: Diese ist bei Excel in der Mac-Version ein losgelöstes Fenster und befand sich auf dem zweiten Bildschirm, während das Hauptfenster auf dem Laptopdisplay platziert war. Offensichtlich hat sich Excel daran aufgehangen, dass sich die Eingabeleiste auf einem Bildschirm befindet, der nicht existiert.

Ein Bugreport an Apple/MS ist raus, allerdings rechne ich bei deren Tempo nicht mit einem schnellen Fix. Bis dahin hilft dieser Eintrag eventuell dem einen oder anderen.

Aus einem Hamburger Fitness Studio

Manch einer hat es eventuell mitbekommen: Zwecks meines (hoffentlich) letzten Praktikums residiere ich derzeit in Hamburg. Wie das mit Büro-Jobs so ist, verbringt man geregelte 8 Stunden am Tag im Büro…sitzend. Mittags ernährt man sich dann in 80% der Fälle von mehr oder weniger ungesunden Nahrungsmitteln um abends sportlichen Hobbies wie Browsergames oder Webcomics nachzugehen. Alles in allem führt dies zu einer…nennen wir es mal positiven Energiebilanz mit negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Um dem entgegen zu wirken erkaufe ich mir seit mehr als einem halben Jahr monatlich das vertraglich geregelte Recht, in jedem FitnessCompany FitnessFirst Studio weltweit Kalorien zu verbrennen. Von diesem habe ich während der Vorlesungszeit in Oldenburg auch reichlich gebrauch gemacht…3 mal pro Woche um genau zu sein. Dann war längere Zeit Pause und nun war es dringend an der Zeit, endlich wieder etwas gegen den Energieüberschuss zu unternehmen. Gesagt getan. An meinem neuen Wohnort bin ich von den Studios besagter Kette förmlich umzingelt. Einmal unter dem Steigenberger durch und schon stehe ich vor dem nächsten.

Aber warum erzähle ich das Ganze? In Oldenburg (und Hong Kong) habe ich vermutlich ein falsches Bild von Fitness Studios gewonnen. Es wurde heute ausgetauscht durch das, was ich mir VOR meiner privat-sportlichen Karriere unter dem Begriff vorgestellt habe. In Oldenburg wurde man von angenehm unsportlich wirkendem Personal begrüßt, in HH steht einem ein braungebrannter Sunnyboy mit strahlendem Grinsen bis hinter beide Ohren am Empfang gegenüber. Hatte man in der Provinz grob geschätzte 100 Spinde für sich allein, muss man hier froh sein, wenn man einen Arsch-breiten Platz auf der Umkleidebank ergattern kann. Auf dem Weg aus der Umkleide begegnet man nicht tratschenden Rentnern, sondern einem Rudel Frauen in den frühen dreißigern, die einen mit fiesem Scannerblick und noch fieserem Grinsen wissen lassen, dass die farblich Kombination der Trainingskleidung auf dem nicht vorbildlich geformten Gesäß absolut untragbar ist. Auf dem Weg zu den Tretmühlen kommt man vorbei an einer etwa zu 90% ausgelasteten Kraftabteilung, in der Schwarzenegger-Imitate und Klitschko-Doubles den 08/15-Trainierer wissen lassen, dass er diesen unnatürlich-übertriebenen Muskelaufbau nie erreichen wird…nur den fiesen Blick haben sie nicht so perfekt drauf wie die Damen vor der Umkleide. Bei den Kalorien-Verbennungs-Maschinen angekommen läuft man gegen eine gefühlte Wand: Die Klimaanlage kommt gegen die Masse an dicht gepackten after-work-Stramplern nicht an. Der Gedanke an Matrix drängt sich auf, Stichwort "Menschliche Batterien", wird aber sogleich verdrängt vom Bild eines Dschungels: Zu Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad sowie einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 99% fällt mir eine Herde Gorillas ein, deren männliche Vertreter zwanghaft versuchen, mit ihren mehr oder minder wohlgeformten Körpern soviel Aufsehen als möglich zu veranstalten, während der Testosteron-Gehalt so hoch getrieben wird wie die Achseln es nur irgendwie hergeben. Dazu gesellen sich die weiblichen Vertreter, die das seltsame Ziel verfolgen, die Männchen einerseits durch ihre Anwesenheit und kritische Blicke zu Höchstleistungen zu animieren, gleichzeitig aber ein Maximalmaß an Desinteresse an selbigen zu zeigen. Alles nur mit weniger Fell.

Der ideale Ort für jemanden wie mich, der gerne mal ein Stündchen Sport treiben will, in einer angenehmen Umgebung, unabhängig von Wetter und Tageszeit. Großstadt vs. Oberzentrum: 0:1

Was auch immer es ist…

…es sieht verdammt beeindruckend aus! Introversion, die Macher hinter Titeln wie Darwinia und Defcon, basteln schon seit einiger Zeit an einem neuen Werk namens "Subversion" (nein, nicht das Versionsverwaltungssystem). Nachdem es lange ruhig um das Projekt war, gibt es jetzt wieder einen neuen Blogeintrag inklusive Video über den aktuellen Entwicklungsstand. Zwar wissen weder die Erschaffer noch die faszinierten Zuschauer, WAS genau das eines Tages (spielbares) ergeben soll…aber ich beneide die Jungs um ihren Mut und ihre Möglichkeit, einfach mal auf diese Weise zu "brainstormen" und etwas neues auszuprobieren, ohne ein konkretes Ziel vor Augen zu haben.

Aber genug gesabbelt…hier der Link zur allgemeinen Unterhaltung: Klick!

Casino Royal II

Nun hatte ich gestern endlich das Vergnügen "Quantum of Solace" im Kino zu sehen. Ähnlich zu Casino Royal war meine Vorfreude riesig und ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie "der neue Bond" weiterentwickelt würde. 

In der Tat ist der neue Film eine direkte Fortsetzung des "Vorgängers"…vielleicht sogar etwas zu direkt. Einige meiner Begleiter meinten, sie hätten vielen Teile des Film einfach nicht verstanden, weil sie nur im Kontext mit Casino Royal überhaupt einen Sinn ergeben. Die Story handelt im Grunde davon, wie Bond lernt mit dem Verlust Vespers umzugehen und wie er dabei zwischen Rache und Auftrag hin und her pendelt. Das war es dann aber auch fast schon in Sachen Geschichte…der Bösewicht ist wie in Casino Royal eher ein kleines Rad in einem großen Getriebe. Der Plan von Quantum (der Geheimorganisation), mit unterirdischen Dämmen die Wasserversorgung von Bolivien zu kontrollieren hat in seinen Ausmaßen Qualitäten klassischer Bond-Filme…wird aber leider in keinster Weise auch so genutzt: Man sieht nicht wie Bond den Damm unter Dauerfeuer in Einzelteile zerlegt und es rollt auch keine gigantische Flutwelle durch unterirdische Flussbetten. Stattdessen wird der Augenmerk auf die Folgen für die Menschen gerichtet, mit deutlichen Hinweisen auf Probleme der echten Welt und auch Bonds Verfahrensweise mit seinem überwältigten Gegner mutet eher wie eine Moralpredigt an.

Auch wenn es bisher nicht so klingt: Gefallen hat mit der Film trotzdem. Sicher, ohne Casino Royal wird er niemals Sinn machen. Er ist und bleibt eine Fortsetzung, wenn nicht sogar ein Anhang zu Bond Nummer 21. Aber als solcher funktioniert er gut. Die Action steht dem "Original" in nichts nach und der Stil wurde weitestgehend übernommen. Auf penetrantes product placement wie im Vorgänger wurde erstaunlicherweise verzichtet…die repräsentierten Marken schmiegen sich gut ins Gesamtbild. Auch sonst merkt man dem Film an, dass er nicht von einem Action-Regisseur stammt, sondern dass unter der Haube sehr feinfühlig mit der wie gesagt dünnen Story umgegangen wurde. So halte ich es nach dem Film tatsächlich für eine gute Idee, dass auf wichtige Bond-Phrasen, wie zum Beispiel das berühmte "Mein Name ist Bond, James Bond", verzichtet wurde, weil sie nicht so recht ins Bild passen. Dafür dürfte es in späteren Filmen deutlich konsistenter wirken, wenn er zu seinen alten Floskeln zurückkehrt…schon in Quantum of Solace war die Dichte typischer Bond-Sprüche deutlich höher als in Casino Royal, war die Tendenz zu Bonds Hang zu teurem Lebensstil erkennbar und näherte sich sein Umgang mit Frauen dem an, was man von früher kennt. Die Macher tasten sich eindeutig sehr vorsichtig an das heran, was man vor Daniel Craig unter "James Bond" vestanden hat.

Was ist also mein Fazit? Als alleinstehender Film wäre Quantum of Solace mit Sicherheit kein Meisterwerk und auch in der Reihe der Bond-Filme sieht er etwas blass aus. Wenn man aber ein so großer Fan von Casino Royal und der Charakterentwicklung des neuen Bond ist wie ich, dann macht es Spaß den neusten Teil der Serie anzusehen. Er steigert ungemein meine Vorfreude bzw. Hoffnung darauf, dass in einem der darauf folgenden Filme der Bogen geschlossen wird, dass die Produzenten weiter so erfolgreich das alte Bond-Bild mit der modernen Welt verschmelzen lassen und dass somit eines Tages auch Gadgets, Q und Moneypenny zurückkehren dürfen, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Der neue Film ist auf seine Weise sehr ehrlich und sehr konsequent. Für Fans auf jeden Fall zu empfehlen!

Privatwirtschaft vs. Staat – 1:0

Dass der Staat – oder eher seine Köpfe – alles tun würde um ein paar Punkte in der Gunst alles-glaubender Bild-Leser zu steigen wissen wir. Dass dabei wenig Rücksicht auf eine Staatsverschuldung genommen wird, die in ihren Auswirkungen um ein vielfaches schlimmer enden könnte als irgendeine Wirtschaftskrise, ist auch seit Jahrzehnten bekannt. Trotzdem möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass die Privatwirtschaft wenigstens weiß, wie sie diese Unfähigkeit möglichst geschickt ausnutzen kann. Oder kann mir bitte einer erklären wo hier die Logik steckt:

2007 hat die Commerzbank einen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro ausgewiesen, was vermutlich niemanden weiter überrascht hat. In den ersten 9 Monaten dieses Jahres ist der Gewinn des Unternehmens wegen der Finanzkrise auf 0,9 Milliarden "eingebrochen". Wohl gemerkt: Einen Gewinn macht man allem Anschein nach immer noch. Es wird auch von "weiteren Belastungen im Bereich einer Milliarde" gesprochen, aber das könnte alles sein, zum Beispiel Buchverluste auf Grund der momentan etwas eingesackten Aktienkurse. Soweit, sogut. Wenn das Unternehmen nicht auf den Kopf gefallen ist, wird es das irgendwie wegstecken. Trotzdem spielt die Bank ein am Boden liegendes Häufchen Elend und erweckt somit ausreichend Mitleid um Papa-Staat mal eben 8,2 Milliarden Euro (?!) aus den Rippen zu leiern…zzgl. einer 15 Milliarden schweren Garantie für Schuldverschreibungen.

Vielleicht fehlt mir als Laie das Verständnis für die entsprechenden Zusammenhänge. Aber irgendwie riecht das für mich als würden sich in einem Edelbüro im Commerzbank-Tower gerade ein paar Herren ins Fäustchen lachen…

Geld als Schuld

Im Rahmen von Finanzkrise und drohendem Weltuntergang wurde ich von meinem Lieblingsproduktivitätshemmer auf einen Film aufmerksam gemacht, der ähnlich der Serie "Wie funktioniert Geld?" die Entstehung und die Funktionsweise des modernen Geld- und Bankensystems erklärt: Geld als Schuld. Darüber hinaus versucht er zu vermitteln, dass die Loslösung des Geldes von tatsächlichen Werten und die auf exponentiellem Wachstum basierende Weltwirtschaft für die übermäßige Ausbeutung des Planeten, soziale Ungerechtigkeit und mittel- bis langsfristig für einen Kollaps des gesamten Systems verantwortlich sein würde.

Als Lösungsansatz wird, wenn ich das richtig verstehe, eine Variante des Freigeldes vorgeschlagen: Die Geldmenge soll möglichst konstant bleiben und an tatsächlich Werte gekoppelt sein (im Film werden Infrastrukturobjekte als Deckung vorgeschlagen). Zinsen soll es nicht geben und Banken würden lediglich als nicht profitorientierte Organisationen bei der Verwaltung des Geldes helfen, indem sie das Geld von Personen mit Geldüberschuss an solche mit Kreditbedarf ausleihen. Für diese Dienstleistung sollte lediglich eine Gebühr verlangt werden, welche die Betriebskosten dieser Organisation deckt. Der Hintergedanke ist simpel: Geld wurde ursprünglich eingeführt, um den Handel mit Waren und Dienstleistungen zu vereinfachen; also als ein reines Tauschmittel. Da es aber auch das "Lagern" von Werten ermöglicht war es in den meisten Kulturkreisen verpönt oder verboten Geld gegen einen Zins zu verleihen, da man somit lediglich durch Besitz von Geld mehr Geld verdienen konnte, ohne tatsächlich dafür zu arbeiten. Wie wir alle Wissen sind diese Verbote schon seit langem Geschichte, eine Anhäufung von Geld bei wenigen Personen und/oder Institutionen ist die Folge und auf die eine oder andere Weise hängen alle Personen, Unternehmen und sogar Staaten von dieser vergleichsweise kleinen Gruppe ab. Die Tatsache, dass das meiste Geld nurnoch durch Schulden gedeckt ist, verschärft die Situation wie im Film dargestellt natürlich noch weiter.

So weit, so nachvollziehbar. Aber selbstverständlich hat dieser Entwurf mindestens einen grundlegenden Makel: Wenn Geld seinen Wert praktisch nicht mehr verliert [vorausgesetzt die Steuerung der Geldmenge funktioniert überhaupt so zuverlässig] und ich für angespartes Kapital keine Zinsen bekomme…warum sollte ich es dann an andere verleihen? Ich hätte damit nur das Risiko, es nicht wieder zu bekommen, aber sonst keinerlei Vorteil. Ich könnte es ebenso gut unter die Matratze legen oder es einfach direkt wieder ausgeben. Insbesondere letzteres ist ein Hauptargument für Freigeld, da damit das Geld stets im Umlauf bleibt und Arbeit nachgefragt wird [Zumindest auf einer regionalen Ebene für Handwerker, Einzelhändler etc., darüber hinaus übernehmen Banken ja genau diese Funktion, Geld dorthin zu leiten, wo es gebraucht wird]. Allerdings wird es schwierig bis unmöglich, große Investitionsprojekte durchzuführen, da das "sparen" viel zu lange dauern würde, Kredite aber von anderen nicht zu erwarten sind.

Ist der Film also nichts weiter als ein Traum von verstecktem Kommunismus? Ich bin wahrlich kein Ökonom und die komplexen Zusammenhänge der Finanzwirtschaft zu verstehen ist (wie die Finanzkrise zeigt) wohl auch für die "Profis" nicht ganz einfach. Aber ich denke, dass der Film zumindest in dem Punkt recht hat, dass eine exponentiell wachsense Geldmenge unweigerlich in eine Sackgasse führt, wenn wir nicht zeitnah mit der Kolonisation des restlichen Universums anfangen. Sogesehen wäre es vermutlich durchaus sinnvoll, die Geldmenge wieder an eine naturgegebene Größe zu koppeln. Mein erster Gedanke war, es doch einfach an die Anzahl Einwohner des Wirtschaftsraumes zu binden, in dem die entsprechende Währung eingesetzt wird. In gewissen Abständen müsste der "Pro-Kopf-Betrag" an weitere Faktoren angepasst werden, wie zum Beispiel einem tatsächlich Wachstum der Realwirtschaft oder einer vermehrten Nutzung des Geldes in anderen Wirtschaftsräumen. Ein Zinssystem wäre in jedem Fall weiter notwendig um einen effizienten Einsatz des Geldes zu ermöglichen. Ob das Ganze dann aber tatsächlich besser wäre…keine Ahnung. Aber optimal ist der status quo mit ziemlicher Sicherheit nicht.

Lange keinen Trend mitgemacht…

…es wird also mal wieder Zeit irgendwas mitzumachen was schwer nach "Web 2.0" riecht: Micro-Blogging! Warum das Ganze? Zu allerlei Themen schwirren mir jeden Tag dutzende Ideenschnipsel durch den Kopf aus denen sich in der Regel auch ein Text formt, der gut in meinen Blog passen würde. Allerdings fehlt meistens die Motivation, die Zeit oder beides um diesen Text dann auch tatsächlich hier zu verewigen. Eigentlich schade, denn zu den meisten dieser Hirngespinste würde mich die Meinung und/oder Reaktion anderer interessieren, sei es nun zur aktuellen Weltpolitik oder zum nächsten Feature in AirlineSim. Wenn man für die Formulierung dieser Gedanken nur maximal 140 Zeichen zur Verfügung hat, sollte die Hemmschwelle eigentlich so niedrig sein, dass man immer die Zeit findet eine Idee zu konservieren…quasi wie ein Schmierzettel, den jeder mitlesen kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich, vorerst mal testweise, mit der notwendigen Infrastruktur eingedeckt. Wollte ich anfangs noch auf den Urvater des Microbloggings Twitter setzen, wurde ich schnell wieder von diesem falschen Weg abgebracht und auf einen offenen Standard mit OpenSource-Implementierung hingewiesen…was will man mehr. Daher ist mein tagesaktueller Braindump jetzt bei Identi.ca zu finden und jeder den es interessiert kann sich dort einklinken und gegebenfalls mitmachen. Nettes Feature welches mir daran besonders gefällt: Ich kann meine "dents" per XMPP übertragen….ein Traum!

Ich weiß was du gestern gehört hast

Ich habe gestern das erste mal seit sehr langer Zeit wieder einmal last.fm gehört. Für alle die es nicht kennen: Man gibt einen Titel oder Künstler ein und das Programm generiert basierend auf dieser Eingabe einen "Radiosender" mit dazu passenden Titeln. Man verfeinert die automatische Auswahl indem man gespielte Titel positiv oder negativ bewertet oder Musik manuell zur eigenen Lieblingsliste hinzufügt. So getan hatte ich den Sender gestern über den ganzen Tag hinweg mehrere Stunden laufen. Während der Einstieg wie bei mir eigentlich normal von elektronischer Musik dominiert war nahm gegen Ende der Anteil an Blues, Jazz und allgemein Musik schwarzer Künstler des letzten Jahrhunderts merklich zu, was m.E. an einer James Bond Sountrack-Compilation lag, die ich dort wohl vor langer Zeit als "Favorit" angeben hatte. Ich höre ja in der Tat auch gerne mal solche Musik, insbesondere von Marvin Gaye oder Curtis Mayfield. Also soweit sogut.

Nun hatte ich vor einigen Wochen eine CD bei Amazon.com bestellt, da sie in Deutschland nicht zu kriegen war. Diese CD war, meinem hauptsächlichen Musikgeschmack entsprechend, eher im Bereich Elektro angesiedelt. Und auch sonst bestelle ich eigentlich fast nur solche Musik, Ausnahmen bestätigen die Regel. Entsprechend zielsicher haben mir alle lokalen Instanzen von Amazon auch immer solche Musik empfohlen…auch in den Emails die ich seit einiger Zeit nun von zwei verschiedenen Amazons bekomme.

Heute dann das erstaunliche: Es flattert eine Email von Amazon.com ins Postfach mit 16 Musikempfehlungen von Frank Sinatra über Nat King Cole bis Louis Armstrong. In diesem Moment war ich etwas verblüfft und obwohl ich sonst derartige "Zufälle" hartgesotten als solche abtue, zwingt sich in diesem Falle doch der Verdacht auf, dass hier mit  (eindrucksvollem) Einsatz heutiger Technik meine Musikvorlieben von einem Anbieter zum anderen getauscht wurden. Ich schreibe das hier zunächst einmal wertfrei…ich gehöre nach eigener Einschätzung wohl zu einer Generation, die soetwas als "Dienstleistung" und nicht "totale Durchleuchtung" empfindet. Aber trotzdem…es gibt einem zu denken. Sehr.

Going international

The last few weeks AirlineSim have been quite a bit of fun again and it almost feels like the good old times. With the definite decission taken that we want to roll out an English version of the game before the end of the year a whole lot of things have happened. Let me summarize real quick:

First of all, the yearly team meeting which took place at a classic location in Stuttgart was a great success in any sense. Besides the culinary part of it we thought a lot about AirlineSim and how we could improve it. The bad thing: We’ve got so many nice want-to-haves on the list now that I have no clue when and how we’re supposed to realize them. But oh well, we’ll find a way…if you happen to be an experienced Java programmer and have an interest in helping us out, please let me know ;-) .

As mentioned on the forums we decided more or less spontaneously that AirlineSim deserves a major overhaul. So I’ve been spending a whole lot of time lately building up a new foundation based on an awesome component-based Java framework called Wicket. Although the learning curve is quite steep for my taste I’ve come to love it over the past months I’ve spent working with it at my day job. It most definately is a pleasure compared to the current Struts 2-based setup and it allows for far more up-to-date features while keeping development time for these gimmicks extremely low. So to keep it short: It’s been fun to work in AS lately and I’m really looking forward to our new major version…it’s going to be a milestone in AirlineSim’s history.

But that’s not all. As you might know, AirlineSim is published by 4players so far. And while it will stay that way for the German version we need to build up everything from scratch for the international launch. First question was: What’s going to be our domain name? Nobody (us included) thought of reserving airlinesim.net or another non-German and well known TLD when the project was started 6 years ago. Now all of the good variants are taken by other entities. Well, almost. One team member came up with the idea to get an .aero domain. This sponsored domain is only available to "members of the aviation community" and because I liked the idea of such a domain a lot I handed in an application for a .aero ID on Sunday. Monday I got a response saying that more information on our request was needed…we had to prove that we actually deserve such a domain. I was kind of scared since I really wasn’t sure whether this was going to work out at all. So I wrote a short text about who we are and what we do, that we’re very interested in a realistic simulation and that many of our players and team members are actually aviation professionals (which is true, btw). When I opened my mailbox this evening the first thing catching my eyes was a heading which looked very promissing…and in fact it was the confirmation that we’re now authorized to register .aero-domains! Wohoo!

So now everything’s about paving the rest of the way to our international launch…registering the actual domain, getting a server, setting everything up and, oh yeah, program a new version of AirlineSim. I almost forgot. So dear reader…I’m back in the code. I’ll keep you updated!