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		<title>Vollprogramm oder nicht Programm?</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 21:21:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Piratenpartei schwelt seit langem eine Diskussion, die schwer an die Grünen erinnert: Auf der einen Seite die &#8220;Kernis&#8221;, die eine Erweiterung des Kernprogramms wehement ablehnen, auf der anderen die &#8220;Vollis&#8221;, die ebenso störrisch für ein Vollprogramm im klassischen Sinne werben. Natürlich ist die Welt nicht derart Monochrom und daher will ich mich nicht selbst in eine dieser Schubladen stecken. Aber ich muss definitiv sagen, dass ich stark in Richtung &#8220;Kerni&#8221; tendiere. Eigentlich wollte ich schon seit Wochen zu diesem Thema ein paar Zeilen verlieren, aber nach diversen interessanten Gesprächen an Piraten-Infoständen in Hessen und nach dem in Folge des Landesparteitages der Piraten in Baden-Württemberg entbrannten Diskussion zwischen <a href="http://www.sekor.de/?p=120">Sekor</a> und <a href="http://www.tirsales.de/blog/tirsales/2010/06/14/notizen-gegen-die-protestpartei">Tirsales</a> konnte ich nicht länger warten.</p>
<p>Ich muss kurz ausholen: Wie viele andere bin ich aus dem einfachen Grund Pirat geworden, dass ich mit der bestehenden Parteienlandschaft und der daraus resultierenden Politik nicht einmal mehr genug anfangen konnte, um mein politisches Leben guten Gewissens auf mein aktives Wahlrecht zu beschränken. Trauerspiele, wie sie nach den Wahlen in Hessen oder NRW zu beobachten waren oder immernoch sind, sowie der Kindergarten der sich auf Bundesebene zwischen CDU/CSU und FDP seit der Bundestagswahl praktisch durchgehend abspielt, bestärken mich jeden Tag aufs neue, dass nicht die Programme oder Inhalte das Problem darstellen, sondern die Schwächen unseres politischen Systems an sich. Der Parlamentarismus, wie er im Grundgesetzt festgeschrieben ist, mag zu Zeiten von zwei dominanten Volksparteien zufriedenstellend funktioniert haben. Aber in Anbetracht der heutigen Parteien- und Themenvielfalt ist er allem Anschein nach nicht mehr das adäquate Mittel, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen.</p>
<p>Entsprechend sehe ich die Lösung vieler der aktuellen Probleme in einer Anpassung des politischen Systems, weg von einer Parteiendemokratie hin zu mehr Basisdemokratie. Die Korrekturen müssen praktisch auf einer &#8220;Meta-Ebene&#8221; stattfinden. Dies kann selbstverständlich nicht von heute auf morgen passieren. Die etablierte politische Elite wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Einführung derartige Instrumente (siehe Hamburg) und Gegenbewegungen wie der Piratenpartei fehlt es auf ganzer Linie an politischem Gewicht, um dieses Ziel kurzfristig zu erreichen. Aber man möge sich daran erinnern, wie die schwedischen Piraten einst angefangen haben: Als Zünglein an der Waage!</p>
<p>Was ich damit sagen will: Um eine Änderung herbeizuführen muss die Piratenpartei den Fokus auf die Basisdemokratie behalten! Und das nicht nur intern, wo man auf die Ergebnisse der Einführung von <a href="http://liquidfeedback.org/">Liquid Feedback</a> gespannt sein darf, sondern vor allem nach außen! An jedem unserer Infostände kommt unweigerlich in jedem Gespräch nach wenigen gewechselten Worten die unvermeidbare Frage: &#8220;Wie stehen denn die Piraten zu Thema X?&#8221;. Ich antworte dann in aller Regel: &#8220;Wir haben dazu keinen offiziellen Standpunkt.&#8221;. Nach anfänglicher Skepsis seitens des Fragenden kann ich dessen Einstellung dann häufig in wenigen Sätzen zu unseren Gunsten ändern: &#8220;Wir Piraten maßen uns nicht an, zu jedem Thema eine Meinung zu haben. Wir akzeptieren, dass viele Themen eine reine Frage der persönlichen Meinung sind, dass vieles nicht zum Zeitpunkt der Wahl bekannt ist und dass sich Meinungen im Laufe der Zeit ändern können. Wenn wir Piraten in den Parlamenten sitzen, dann entscheiden wir einzelfallbasiert und tragen die Meinung der Bevölkerung in die Parlamente&#8221;.</p>
<p>So oder so ähnlich lautet mein Text&#8230;und man spürt förmlich, wie es &#8220;Klick macht&#8221;. Die Menschen verstehen, dass dies wirklich eine Alternative darstellen könnte und sie verstehen im Zuge dessen auch, dass wir eben kein Vollprogramm haben, keines haben <strong>dürfen</strong>. Denn wie kann man glaubwürdig dafür einstehen, die Entscheidung dem Volk überlassen zu wollen, aber gleichzeitig zu jedem Thema einen Standpunkt präsentieren? An welcher Stelle würden diese Standpunkte denn von Bedeutung sein, wenn wir sowieso basisdemokratisch bei jedem Fall einzeln entscheiden wollen? In Koalitionsverhandlungen, die zu den selben festgefahrenen Situationen führen, wie wir sie in NRW und in der Bundesregierung haben? Wenn doch wieder eine kleine Gruppe von &#8220;Piraten&#8221; verhandelt, was nun wichtig ist und was nicht? Werden die Piraten damit nicht genauso unwählbar, wie die etablierten Parteien es sind, weil man für wenige Punkte, die einem wichtig sind, eine ganze Liste von anderen über Bord werfen muss?</p>
<p>Für mich riecht der ständige Ruf nach dem &#8220;unverzichtbaren Vollprogramm&#8221; nach der blinden Jagd nach Wählerstimmen. Im Sprint auf das vermeintliche Ziel verliert man das tatsächliche aus den Augen und findet sich, eh man sich versieht, in genau jener Situation wieder, welche man eigentlich vermeiden wollte.</p>
<p>Meines Erachtens stellen die aktuellen Kernthemen der Piratenpartei eine perfekte, runde Einheit dar: Auf dem Weg zu mehr <strong>Basisdemokratie </strong>müssen wir sicherstellen, dass gute <strong>Bildung</strong> für jeden und <strong>freier Zugang zu Informationen</strong> gewährleistet werden, dass die <strong>Bürgerrechte</strong> geschützt und  politische Prozesse mit einem Höchstmaß an <strong>Transparenz</strong> durchgeführt werden. Haben wir diese Ziele erreicht und können wir sie erhalten, dann ergibt sich der Rest von selbst. Dann nämlich entscheiden die Bürger selbst und brauchen keinen Klüngel mehr, der ihnen diese Verantwortung allzu gerne abnimmt. Lobbyisten müssen dann eine ganze Bevölkerung überzeugen und nicht eine winzige Gruppe von käuflichen Politikern.</p>
<p>Und um zum Programm zurückzukommen: In dieser politischen Landschaft kann sich jeder, der ein Anliegen hat, politisch einbringen. Seien es die altbekannten politischen Parteien &#8211; wer sagt dass Grüne, Linke und Co nicht auchmal gute Ideen haben? &#8211; oder Einzelpersonen und Interessengruppen, welche Initiativen anstoßen können. Es braucht keine Piraten, um zu jedem Themenkomplex Lösungen zu bieten. Es braucht Piraten, um diejenigen zur Lösungsfindung zu befähigen, die etwas davon verstehen!</p>
<p>In diesem Sinne: Klarmachen zum Ändern! und ein Hoch auf die Meta-Partei!</p>
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		<title>Bloß keine Verantwortung!</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 13:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurze Arbeitsunterbrechung um mich über einen <a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E55FF750908A5437BA5159C1795C03507~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell">Artikel der FAZ</a> aufzuregen. Dort wird in Bezug auf das Minarett-Verbot in der Schweiz mit folgender Argumentation gegen Direkte Demokratie geschossen:</p>
<blockquote><p>Vielleicht bringt das die Anhänger von Volksabstimmungen in unserem Land zum Nachdenken, die sich so gerne auf Mehrheitsmeinungen berufen, wenn es ihnen in den Kram passt, aber betreten schweigen, wenn ihnen die „vox populi“ gegen den Strich geht. Wer empfiehlt, dem Volk aufs Maul zu schauen, der kann sich nicht ohne weiteres die Themen herauspicken. Man kann Volkes Meinung dann auch nicht in aufgeklärt und hinterwäldlerisch einteilen oder nach richtig und falsch sortieren. Die Schweizer müssen jetzt mit einem Ergebnis leben, das für ihr Land politischen und womöglich auch wirtschaftlichen Schaden stiftet. Darin muss ihnen Deutschland nicht nacheifern.</p></blockquote>
<p>Ich versuche das kurz zu übersetzen:</p>
<blockquote><p>Die Schweizer haben in einer Sache das Volk befragt und haben jetzt das große Pech, dass ihre mündigen Bürger für das gradestehen müssen, was sie selbst entschieden haben. Gott bewahre sowas bei uns einzuführen! Wäre ja noch schöner, wenn wir nicht Politiker sinn- und belanglos  vor sich hinarbeiten lassen könnten und uns selbst nicht weiter darum kümmern müssten, was dabei raus kommt!</p></blockquote>
<p>Interessante Auffasung, was die Aufgaben von Staat und Regierung sowie die Mündigkeit des Wahlvolks betrifft&#8230;</p>
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		<title>Na toll, Schweiz!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 20:25:03 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schweizer haben überraschend <a href="http://meta.tagesschau.de/id/30427/schweizer-stimmen-offenbar-fuer-minarett-verbot">für ein Verbot von Minaretten gestimmt</a>.Während diese Entscheidung in krassem Widerspruch zu den grundlegenden Freiheitsrechten der zivilisierten Welt, aber auch zur eigenen Verfassung der Schweiz steht, macht mich das Abstimmungsergebnis persönlich aus einem ganz anderen Grund sehr traurig: Ich bin überzeugter Verfechter direkter Demokratieformen. Jeder der mich näher kennt hat das vermutlich schon erlebt.</p>
<p>Auf Grund des Ergebnisses aus der Schweiz werde ich es in zukünftigen Diskussionen zum Thema wieder einen Tick schwerer haben, meinen Standpunkt zu verkaufen. Man wird mir entgegen halten, dass es radikale Strömungen in der direkten Demokratie einfacher haben sich durchzusetzen. Und man wird das gestrige Ergebnis als &#8220;Beweis&#8221; dafür anführen. Genau wie man die vergangenen 60 Jahre der Bundesrepublik als Beweis sehen wird, dass eine parlamentarische Demokratie der schweizerischen überlegen sei. Ansatzweise objektiv betrachtet eignen sich beide Sachverhalte nicht als solcher!</p>
<p>Die direkte Demokratie in ihrer heutigen Form existiert in der Schweiz im Grunde seit Mitte des 19. Jahrhunderts. In diesem Zeitraum waren alle anderen europäischen Nationen an einer vielzahl Kriegen beteiligt, untere anderem den beiden Weltkriegen, während die Schweiz neutral und stabil blieb. Bis heute weist die Schweiz einen überdurchnittlichen Wohlstand auf, Probleme wie beispielsweise die des deutschen Bildungssystems oder der Staatsverschuldung sind weit weniger ausgeprägt als hierzulande. Und selbstverständlich wurde und wird auch die Religionsausübung in keinster Weise eingeschränkt, ist die &#8220;Glaubens- und Gewissensfreiheit&#8221; doch durch <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a15.html">Artikel 15 der Bundesverfassung</a> garantiert. Genau aus diesem Grund erwarte ich auch nicht, dass die gestrige Entscheidung tatsächlich anwendbar ist. Denn wenn ich das System richtig verstehe, so könnte ein Bauherr, welcher ein Minarett errichten wollte, mit Veweis auf Art. 15 auf sein Recht dazu bestehen. Da das Verbot im Konflikt mit diesem Artikel steht, müsste das Volk in einer weiteren Entscheidung die Streichung des selbigen bewirken, um ein Verbot von Minaretten tatsächlich durchzusetzen. Ein Vorgang, der mir höchst unwahrscheinlich erscheint. Wenn dies ein Schweizer liest, so bitte ich darum, auf eventuelle Fehler in dieser Darstellung hinzuweisen.</p>
<p>Und warum taugen die Erfahrungen aus 60 Jahren Bundesrepublik nicht als Beweis für oder wider irgendein demokatischen Systems? Weil wir Glück hatten! Es hat sich in diesem Zeitraum einfach keine Situation ergeben, in der &#8220;radikale Strömungen&#8221; einen ausreichenden Nährboden gefunden hätten. Aber auf Grund der Anzahl an haarscharf an der Verfassungswidrigkeit vorbei schrammenden Gesetzen der letzten Jahre sollte eigentlich klar sein, dass sich dies schnell ändern könnte. Landet wieder einmal ein Gesetz dieser Art vor dem Bundesverfassungsgericht liegt es in den Händen einer winzigen Personengruppe zu entscheiden, ob es nun als  &#8220;richtig&#8221; oder &#8220;falsch&#8221; zu betrachten ist. Warum bei einer solchen Gruppe das Risiko einer Fehlentscheidung geringer sein soll, als bei einer Volksabstimmung, will mir nicht einleuchten.</p>
<p>Was den konkreten Fall in der Schweiz betrifft, so hoffe ich jedenfalls, dass diese ehrlich ausgesprochene und anscheinend in der Mehrheit der Bevölkerung (nur in der Schweiz?) vorherrschende Meinung, auch wenn ich mit ihr definitiv nicht übereinstimme, etwas bewirkt. Und zwar, dass die Gruppe derer, die mit Nein gestimmt haben, nun erstrecht einen Anlass sehen, in diesem Bereich noch mehr für Aufklärung zu sorgen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Etwas was in Deutschland nicht selten daran scheitert, dass ein Tabu-Thema erst garnicht angesprochen werden darf&#8230;aus Angst, die landläufige Meinung könnte nicht &#8220;politisch korrekt&#8221; sein. Irgendwie verrückt.</p>
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		<title>Zwei neue Mitbewohner</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 16:29:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit nun etwas mehr als einer Woche wohnen wir nicht mehr zu zweit, sondern zu viert. Die Neuzugänge heißen Pablo und Luca, sind etwa 4 Monate alt, männlich und stark behaart. Die Rede ist selbstverständlich von unseren zwei Stubentigern, die von nun an hoffentlich viele gemeinsame Jahre mit uns verbringen werden. Die beiden stammen von einem örtlichen Tierschutzverein, welcher ihre Mutter hochschwanger aus  schlechter Haltung gerettet hat. Ihre Namen erhielten sie auf der Pflegestelle, und weil wir sie ganz schön fanden, haben wir sie nicht mehr geändert. <div id="wp-gallery-remote">  		<strong>Images:</strong><br />         <div style=""><a href='http://www.lunikon.net/2009/11/22/zwei-neue-mitbewohner/?wpgr_current_image=0-185-1-742-754' target='_blank'><img src="http://www.lunikon.net/gallery/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=755" width="90"></a><a href='http://www.lunikon.net/2009/11/22/zwei-neue-mitbewohner/?wpgr_current_image=0-185-1-742-760' target='_blank'><img src="http://www.lunikon.net/gallery/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=761" width="90"></a><a href='http://www.lunikon.net/2009/11/22/zwei-neue-mitbewohner/?wpgr_current_image=0-185-1-742-766' target='_blank'><img src="http://www.lunikon.net/gallery/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=767" width="90"></a><a href='http://www.lunikon.net/2009/11/22/zwei-neue-mitbewohner/?wpgr_current_image=0-185-1-742-812' target='_blank'><img src="http://www.lunikon.net/gallery/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=813" width="90"></a>        </div><div class="clear"></div></div></p>
<p>Pablo, benannt nach Pablo Picasso wegen seines Flecks auf der Nase, ist der große starke Bruder, während Luca eher der kleine schlaue ist. Insgesamt hat man den Eindruck, Pablo wäre in der körperlichen Entwicklung einige Wochen weiter als sein Bruder, obwohl sie beide genau gleich alt sind. So war Luca die ersten Tage sehr schreckhaft und scheu, während Pablo eher mal die Nase unter dem Bett hervorgesteckt hat um zu sehen, was im neuen Zuhause passiert. Dafür ist Luca jetzt, nachdem sich alle Mitbewohner aneinander gewöhnt haben, der verschmustere von beiden: Hat er sich Streicheleinheiten in den Kopf gesetzt, ist an arbeiten nicht mehr zu denken. Er setzt sich dann direkt auf die Tastatur, maunzt und gibt so lange Köpfchen, bis man sich mit ihm beschäftigt. Wenn Pablo davon wach wird schaut er eine Weile eifersüchtig zu, um sich dann die ihm zustehende Portion Zuneigung abzuholen.</p>
<p>Wie bei allen Katzen ist die Lieblingsbeschäftigung von Pablo und Luca schlafen, dicht gefolgt von fressen. Bei letzterer legen die Jungs eine beachtliche Ausdauer vor und verputzen an guten Tagen gerne mal drei Mahlzeiten (wobei sie dieses Wochenende zu fasten scheinen). Weil es sich um junge Kater handelt, wird auch ausgiebig getobt. Für den uneingewiesenen Gast evt. etwas befremdlich ist dabei das &#8220;mit Vollgas von einem Ende der Wohnung zum anderen rennen&#8221;, entweder dem Bruder hinterher oder auch einfach so. Dabei machen die kleinen meisten erst dann halt, wenn sie an einem Ende an eine Tür oder ein Möbelstück geknallt sind (Wieso kriegen Katzen eigentlich keine blauen Flecken?). Zur Rumraserei kommt die Jagd auf alles was sich bewegt, sei es ein Spielzeug, ein Papierball oder eine Fliege. Um letztere zu erlegen rennt man auch gerne mal senkrecht die Wand hoch oder, wie Luca, klettert bis ans obere Ende des Katzenschutzes vor der Balkontür, um sich dann aus 2 Metern höhe wieder fallen zu lassen (Luca ist klein, aber mutig). Bisher ist bei diesen Spielen erst <a href="http://www.lunikon.net/gallery/main.php/v/Pablo+_amp_+Luca/cats_31.jpg.html">ein Blumentopf zu Bruch gegangen</a>&#8230;erstaunlich.</p>
<p>In ruhigeren Stunden ist Pablo großer Fan des Aquariums oder schaut eine runde fern. Luca hingegen macht sich nicht viel aus dem Fernseher, sondern eher aus seinem eigenen Spiegelbild. Mal sehen welche lustigen Eigenschaften wir in Zukunft noch entdecken werden. Wenn es nach etwa einer Woche schon soviele sind, erwartet uns ja eine Menge!</p>
<p>Einige Bilder der kleinen habe ich in einer Gallerie auf dieser Seite online gestellt: <a href="http://www.lunikon.net/gallery/main.php/v/Pablo+_amp_+Luca/">Klick</a>! Diese wird über die Zeit hinweg mit zusätzlichen Bildern erweitert werden.</p>
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		<title>Man gönnt sich ja sonst nichts</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 17:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte mir seit Monaten vorgenommen, mich zum bestandenen Diplom einer ordentlichen Portion Autogratifikation hinzugeben. Genauer hatte ich in Planung, mir das <a href="http://www.apple.com/de/displays/">LED Cinema Display</a> von Apple als perfekte Ergänzung zu meinem Notebook des selben Herstellers zu schenken. In Anbetracht der Tatsache, dass ich erst im vergangenen Jahr einen neuen Monitor erworben hatte, bin ich aber von diesem Gedanken wieder abgerückt. Auch hätte ich das sperrige und nicht minder empfindliche Gerät dann später in diesem Jahr in eine neue Wohnung (wohin es geht steht noch nicht fest) transportieren müssen, was ich ebenfalls vermeiden wollte.</p>
<p>Mehr oder weniger spontan fiel dann bei einem nächtlichen Espresso in Down-Town-Oldenburg die Entscheidung: Eine Espresso-Maschine muss her. Eigentlich schon immer auf meinem persönlichen Wunschzettel, habe ich bisher nie den Bedarf für ein solches Gerät gesehen. Da meine Arbeitszimmer jetzt aber auch als mein Büro fungiert, wurde eine Kaffeemaschine zum unverzichtbaren Einrichtungsgegenstand. Nach kurzer Recherche im Testheft ging es heute zu Saturn.</p>
<p>Mit dem Namen &quot;Krups&quot; im Hinterkopf fiel die Entscheidung im Laden dann auf eine <a href="https://secure.nespresso.com/precom/sima/fiche__Krups_XN_7106__K_C120R_1_de_de.html">XN 7106</a> eben dieses Herstellers, also einen Pad-Automaten, welcher sich ausschließlich mit den Nespresso-Kapseln beschicken lässt. Ich war eigentlich immer gegen derartige Systeme, und insbesondere gegen derart geschlossene wie jenes von Nestlé (ganz abgesehen davon, dass das Unternehmen an sich höchst unsympathisch ist). Der Grund, weswegen ich mich letztendlich doch dafür entschieden habe, zeigt gewisse Parallelen zu meinem Apple-Kauf: Das Gerät überzeugte. Die Maschine ist sehr einfach zu reinigen, hat einen technisch sehr elegant ausgeführten Milchaufschäumer (keine dieser kaum sauberzukriegenden Wasserdampfdüsen) und sieht nicht zuletzt gut aus. Durch den im Mittelfeld rangierenden Beschaffungswiderstand war auch ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis gegeben.</p>
<p>Erste Tests ergaben: Allen Unkenrufen zum Trotz, Kapselkaffee schmecke nicht, war das Resultat qualitativ deutlich hochwertiger als das, was ich in den letzten Monaten in Restaurants und Cafes getrunken habe. Ebenfalls positiv anzumerken ist der (theoretisch) gute Wartungsservice. Sollte die Maschine einmal defekt sein, wird das Gerät abgeholt, ein Ersatzgerät gestellt und eine Reparatur innerhalb von 7 Tagen versprochen. Manko: Auf Grund der bereits oben erwähnten Geschlossenheit des Nespresso-Systems, lassen sich die Kapseln nur direkt vom Hersteller erwerben. Einen Vertrieb über den regulären Handel gibt es nicht, der Preis pro Kapsel ist vergleichsweise hoch. Bisher war die Qualität von Maschine und Kaffee aber sehr überzeugend&#8230;jetzt muss ich nur noch die 16 verschiedenen &quot;Grand Crus&quot; durchprobieren <img src='http://www.lunikon.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></p>
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		<title>Wieder daneben gegriffen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 10:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das große Ganze]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitags steht vor dem Supermarkt meines Vertrauens immer der Fischwagen. Da ich nun seit einigen Tagen wieder willens und in der Lage bin, mein Mittagessen selbst zuzubereiten, habe ich mir heute morgen spontan ein Fischfilet für die Pfanne mitgenommen. Ich habe mich dabei auf die Beratung der Fachverkäuferin verlassen und mich vor allem nach den kulinarischen Qualitätskriterien entschieden, also Grätenfreiheit und Geschmack.</p>
<p>Wenn ich Fisch gekauft habe, werfe ich nach meiner Ankunft zuhause meistens einen Blick auf die Infotafel von Greenpeace, welche mir sagt, wie sehr ich dem Planeten mit meinem soeben getätigten Einkauf wieder wehgetan habe. Und diesmal war es mal wieder ein 100%iger Griff <strike>ins Klo</strike> in die Nordsee: In meiner Pfanne landet heute ein Filet des Rotbarsch, also einer massiv überfischten, schlecht erforschten Art, die auf der Infotafel im tiefroten &quot;katastrophal&quot;-Bereich aufgeführt ist.</p>
<p>Merke an mich selbst: Liste auswendig lernen. Beim nächsten Mal nachfragen *ärger*.</p>
<p>PS: Die eben erwähnte, sehr nützliche Schautafel gibt es mittlerweile wohl nicht nur als Wandbild, sondern auch als kompakten Ratgeber für unterwegs: [<a href="http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/meere/Mini_Fischratgeber.pdf">klick</a>]. Also doch nicht auswendig lernen <img src='http://www.lunikon.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Jetzt gibt&#8217;s mich auch mit PGP</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 19:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen der <a href="http://airlinesim.4players.de/vbb/showthread.php?t=9598">Internationalisierung von AirlineSim</a> hat das Aufkommen von &quot;geschäftskritischer Kommunikation&quot; in meinem Email-Postfach bedeutend zugenommen. Dies betrifft vor allem die umfangreiche Bürokratie die offensichtlicht nötig ist, um mit Payment-Dienstleistern ins Geschäft zu kommen. Da es hierbei letztendlich um Geld geht, steigen natürlich auch die Anforderungen an die Sicherheit. Entsprechend erreichte mich heute die Aufforderung, doch bitte einen öffentlichen PGP-Key zu übermitteln. Der Begriff PGP sagte mir wohl etwas, beschäftigt hatte ich mich damit aber noch nicht. Mit Googles Hilfe lies sich aber <a href="http://blog.dirkeinecke.de/2008/01/apple-mail-und-pgp.html">schnell ein Tutorial finden</a>, um das recht problemlos auf meinem Mac und mit Mail zum Laufen zu kriegen. </p>
<p>Kurz eine Zusammenfassung von einem Security-Laien, um was es hier eigentlich geht: Man erzeugt zwei sogenannte Schlüssel, einen öffentlichen und einen privaten. Den öffentlichen Teil lässt man den Personen zukommen, mit denen man gerne sicher kommunizieren möchte (zum Beispiel per Email). Diese können mit Hilfe dieses Schlüssels eine Nachricht verschlüsseln, die vom Empfänger dann nur noch mit dem dazu passenden privaten Schlüssel gelesen werden kann. Da Verschlüsselung mitunter etwas aufwändig sein kann und der Empfänger zwangsweise in der Lage sein muss, die Nachricht mit einer ebenfalls vorhandenen PGP-Installation und dem passenden Key zu entschlüsseln, kann man stattdessen (oder zumindest) die Email signieren. Damit kann der entsprechend ausgerüstete Empfänger überprüfen, ob die Nachricht auf ihrem Weg nicht von Dritten verändert wurde, während sie aber  aber trotzdem für jeden lesbar bleibt.</p>
<p>Wie gesagt war die Installation sehr einfach und verlief problemlos. Ich habe mangels Interesse nicht nach entspechender Software für Windows gesucht, diese ist aber mit Sicherheit ebenfalls verfügbar. Meinen neuen Key kann man sich hier [<a href="http://pgpkeys.pca.dfn.de/pks/lookup?search=0x51047933&#038;op=vindex">klick</a>] besorgen&#8230;meine ausgehenden Emails werden ab sofort immer automatisch signiert.</p>
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		<title>Star Trek 0</title>
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		<pubDate>Sat, 09 May 2009 22:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin soeben aus dem Kino zurückgekommen. Es lief der neue Star Trek. Dieser Eintrag wird deutlich kürzer als der zu den neuen Bonds&#8230;es gibt nicht viel zu sagen. Das Nokia-Product-Placement war zum lachen und zum heulen zugleich&#8230;aber das war nur eine Kleinigkeit. Der Rest des Films hat alle meine Erwartungen übertroffen. Die Anspielungen an vergangene Star Trek Filme und Serien waren zahlreich und authentisch, die Story spannend und ausgewogen, die Effekte und der grafische Stil perfekt. Ein Muss für alle Fans der Serie und alle, die es noch werden möchten!  </p>
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		<title>Startprobleme mit Excel für den Mac</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 17:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ich hauptsächlich auf einem Mac arbeite bin ich Nutzer von Office:mac 2008. Leider waren meine Erfahrungen mit diesem Softwarepaket bisher alles andere als positiv. An diversen Ecken krankt es an verschiedenen Bugs und es will sich auch nicht so rund in das Betriebssystem einpassen, wie das bei anderer Software für OS X der Fall ist. Ein Problem ging mir aber ganz besonders auf die Nerven: Nach nur wenigen Benutzungen von Excel weigerte sich dieses wehement, sich starten zu lassen. Egal ob man ein Dokument per Doppelklick öffnen das Program als solches öffnen wollte, man bekam nur Fragmente der Benutzeroberfläche zu sehen bevor es einfror oder sich mit einem Fehler komplett verabschiedete.</p>
<p>Um das Problem zu beheben versuchte ich diverse Tricks aus dem Internet, unter anderem das selektive Löschen von Arbeitsdateien oder die komplette Neuinstallation&#8230;nichts half. Bis ich dann vorgestern durch Zufall auf die Lösung gestoßen bin: Um besser arbeiten zu können habe ich bei großen Dateien Excel auf meinen deutlich größeren Zweitbildschirm gezogen und nach getaner Arbeit das Programm geschlossen. Da ich nur zuhause einen zweiten Monitor habe, startete Excel danach meistens auf dem primären Bildschirm des Notebooks&#8230;und stürzte ab. Erst als ich diese Woche wieder einmal den zusätzlichen Bildschirm angeschlossen und Excel gestartet habe, lief alles reibungslos. Verwirrt versuchte ich auszumachen, was jetzt anders sei als die Wochen zuvor, bis mir die Eingabeleiste von Excel auffiel: Diese ist bei Excel in der Mac-Version ein losgelöstes Fenster und befand sich auf dem zweiten Bildschirm, während das Hauptfenster auf dem Laptopdisplay platziert war. Offensichtlich hat sich Excel daran aufgehangen, dass sich die Eingabeleiste auf einem Bildschirm befindet, der nicht existiert. </p>
<p>Ein Bugreport an Apple/MS ist raus, allerdings rechne ich bei deren Tempo nicht mit einem schnellen Fix. Bis dahin hilft dieser Eintrag eventuell dem einen oder anderen.</p>
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		<title>Aus einem Hamburger Fitness Studio</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 20:24:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Manch einer hat es eventuell mitbekommen: Zwecks meines (hoffentlich) letzten Praktikums residiere ich derzeit in Hamburg. Wie das mit Büro-Jobs so ist, verbringt man geregelte 8 Stunden am Tag im Büro&#8230;sitzend. Mittags ernährt man sich dann in 80% der Fälle von mehr oder weniger ungesunden Nahrungsmitteln um abends sportlichen Hobbies wie <a href="http://www.airlinesim.aero">Browsergames</a> oder <a href="http://www.questionablecontent.net">Webcomics</a> nachzugehen. Alles in allem führt dies zu einer&#8230;nennen wir es mal positiven Energiebilanz mit negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden.</p>
<p>Um dem entgegen zu wirken erkaufe ich mir seit mehr als einem halben Jahr monatlich das vertraglich geregelte Recht, in jedem <strike>FitnessCompany</strike> FitnessFirst Studio weltweit Kalorien zu verbrennen. Von diesem habe ich während der Vorlesungszeit in Oldenburg auch reichlich gebrauch gemacht&#8230;3 mal pro Woche um genau zu sein. Dann war längere Zeit Pause und nun war es dringend an der Zeit, endlich wieder etwas gegen den Energieüberschuss zu unternehmen. Gesagt getan. An meinem neuen Wohnort bin ich von den Studios besagter Kette förmlich umzingelt. Einmal unter dem Steigenberger durch und schon stehe ich vor dem nächsten. </p>
<p>Aber warum erzähle ich das Ganze? In Oldenburg (und Hong Kong) habe ich vermutlich ein falsches Bild von Fitness Studios gewonnen. Es wurde heute ausgetauscht durch das, was ich mir VOR meiner privat-sportlichen Karriere unter dem Begriff vorgestellt habe. In Oldenburg wurde man von angenehm unsportlich wirkendem Personal begrüßt, in HH steht einem ein braungebrannter Sunnyboy mit strahlendem Grinsen bis hinter beide Ohren am Empfang gegenüber. Hatte man in der Provinz grob geschätzte 100 Spinde für sich allein, muss man hier froh sein, wenn man einen Arsch-breiten Platz auf der Umkleidebank ergattern kann. Auf dem Weg aus der Umkleide begegnet man nicht tratschenden Rentnern, sondern einem Rudel Frauen in den frühen dreißigern, die einen mit fiesem Scannerblick und noch fieserem Grinsen wissen lassen, dass die farblich Kombination der Trainingskleidung auf dem nicht vorbildlich geformten Gesäß absolut untragbar ist. Auf dem Weg zu den Tretmühlen kommt man vorbei an einer etwa zu 90% ausgelasteten Kraftabteilung, in der Schwarzenegger-Imitate und Klitschko-Doubles den 08/15-Trainierer wissen lassen, dass er diesen unnatürlich-übertriebenen Muskelaufbau nie erreichen wird&#8230;nur den fiesen Blick haben sie nicht so perfekt drauf wie die Damen vor der Umkleide. Bei den Kalorien-Verbennungs-Maschinen angekommen läuft man gegen eine gefühlte Wand: Die Klimaanlage kommt gegen die Masse an dicht gepackten after-work-Stramplern nicht an. Der Gedanke an Matrix drängt sich auf, Stichwort &quot;Menschliche Batterien&quot;, wird aber sogleich verdrängt vom Bild eines Dschungels: Zu Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad sowie einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 99% fällt mir eine Herde Gorillas ein, deren männliche Vertreter zwanghaft versuchen, mit ihren mehr oder minder wohlgeformten Körpern soviel Aufsehen als möglich zu veranstalten, während der Testosteron-Gehalt so hoch getrieben wird wie die Achseln es nur irgendwie hergeben. Dazu gesellen sich die weiblichen Vertreter, die das seltsame Ziel verfolgen, die Männchen einerseits durch ihre Anwesenheit und kritische Blicke zu Höchstleistungen zu animieren, gleichzeitig aber ein Maximalmaß an Desinteresse an selbigen zu zeigen. Alles nur mit weniger Fell.</p>
<p>Der ideale Ort für jemanden wie mich, der gerne mal ein Stündchen Sport treiben will, in einer angenehmen Umgebung, unabhängig von Wetter und Tageszeit. Großstadt vs. Oberzentrum: 0:1</p>
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